Tor, Tor, Tor – Filmpreis für Deutschland!
Na ja, ich gebe es zu – bei der Überschrift zu diesem Beitrag sind die Emotionen ein wenig mit mir durchgegangen. Weder sind auf der Berlinale echte Torschüsse abgegeben worden, noch hat Deutschland als Land einen Berlinale-Preis errungen.
Richtig ist: Regisseur Sönke Wörtmann («Deutschland. Ein Sommermärchen») hat den Preis der deutschen Filmkritik 2006 für den besten Dokumentarfilm erhalten, muss ihn sich aber mit Veit Helmer («Behind the Couch») teilen.
Der Film Das Leben der Anderen ist gleich mehrfach ausgezeichnet worden. Einen Preis erhielten Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck für sein Spielfilmdebüt, der Schauspieler Ulrich Mühe als bester darsteller sowie Patricia Rommel (Schnitt) und Hagen Bodanski (Kamera). Der Film ist auch für den Oscar nominiert. Die Entscheidung fällt am 25. Februar 2007. Kleine Pikanterie am Rande: Hauptdarstellerin Martina Gedeck hat keine Einladung zur Oscarfeier erhalten und ist entsprechend sauer. Florian Henckel von Donnersmarck hat die Einladungskarten anderweitig vergeben.
Der Film Requiem von Regisseur Hans-Christian Schmid ist als bester Spielfilm mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2006 ausgezeichnet worden. Außerdem wurde die Hauptdarstellerin des Films, Sandra Hüller, als beste Schauspielerin geehrt.
Der Kritikerpreis für das beste Drehbuch ging an Wolfgang Kohlhaase für den Film «Sommer vorm Balkon».
Bert Wrede erhielt den Preis für seine Musik zu Knallhart.
Der Preis der deutschen Filmkritik wird jedes Jahr an deutsche Filme vergeben, die im vorangegangenen Jahr in den Kinos zu sehen waren. Der Preis ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Der Verband der deutschen Filmkritik ist ein Interessenverband von Filmjournalisten, Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern.
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