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von Marte Cormann am 21.04.07
Möglicherweise habt ihr ebenso viel Spaß wie ich, hinter die Kulissen eines Spielfilms zu blicken. Meistens ist so ein Filmprojekt eine langwierige und mehrere Jahre andauernde Sache. Wie es auch anders gehen kann, zeigt das Beispiel von SHOPPEN. Der Film kommt am 3. Mai 2007 in unsere Kinos.
Es fiel Ralph Westhoff, Autor und Regisseur von SHOPPEN, nicht schwer, das Produzenten-Duo Florian Deyle und Martin Richter von seinem Drehbuch zu überzeugen. Schnell war man sich einig: "Wir wollen einen kleinen, wilden Film machen", betont Richter. "Anders hätten wir das Projekt auch gar nicht so schnell realisieren können."
Gedreht wurde an nur 20 Tagen im Juni 2006 - mitten während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. "Weil wir die einzigen waren, die zu dieser Zeit drehten, bekamen wir alles an Ausrüstung und Manpower, was wir wollten. Nur Hardcore-Fußballfans haben uns gleich von vornherein abgesagt."
Der Dreh verlief allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. "Weil wir in der Nähe der Münchner Fanmeile drehten, bestand bei den Außenaufnahmen immer die Gefahr, dass im Hintergrund grölende Fans zu sehen oder zu hören waren. Und nachdem sich das Viertelfinalspiel der Schweiz gegen die Ukarine bis zum Elfmeterschießen hinzog, mussten wir mit unserer Straßenbahnszene ewig warten, denn sonst hätte man den Dialog nicht mehr verstanden. Wegen der Verzögerung ging plötzlich die Schaufensterbeleuchtung aus und wir standen im Dunkeln - natürlich ohne Stromaggregat. Aber letztlich hat doch alles wunderbar geklappt", lautet das Fazit von Florian Deyle.
Schon im Oktober 2006 sollte der Film im Rahmen der Internationalen Hofer Filmtage seine Weltpremiere erleben. Eine Riesenchance für das junge Team. Also wurde der komplette Sommer geopfert. Stattdessen standen die notwendigen arbeitsschritte wie Schnitt, Sounddesign, Lichtbestimmung, Titeldesign, Ausbelichten auf 35 mm auf dem Programm und mussten miteinander abgestimmt werden.
Trotzdem wurde die Filmkopie erst in letzter Minute fertig. Richter: "Wir haben die Kopie höchstpersönlich am Tag der Uraufführung nach Hof gefahren und dem Kinobetreiber in die Hand gedrückt. Das hat mir selbst einige schlaflose Nächte bereitet, doch Festivalchef Heinz Badewitz hatte die Ruhe weg. Wir haben ihm viel zu verdanken."
SHOPPEN entwickelte sich in Hof zum Publikumsrenner. Er wurde mit Begeisterungsstürmen gefeiert.
Deyle: "Vielleicht kommt der Erfolg auch deshalb, weil die Sorgen und Nöte der Singles überall die gleichen sind. Die spricht der Film sehr genau an. Sehr gefühlvoll und mit großem Humor. Da gibt es viele Berührungspunkte. Jeder Zuschauer wird sich in der einen oder anderen Filmfigur wiederentdecken."
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Wong
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