Neues vom WiXxer – die Filmkritik

März 15, 2007 · Posted in Komödie 
Neues vom WiXxer - die Filmkritik

Foto: Szenenfoto "Neues vom WiXxer"

Gesehen und besprochen:

Hier spricht (nicht) Edgar Wallace – ich habe den Originalsound noch im Ohr. Die Straßen waren leer gefegt, wenn die guten alten Edgar-Wallace-Filme in den 60er Jahren über den Schwarzweiß-Fernsehbildschirm flimmerten. Insofern ist der Besuch eines "WiXxer-Filmes" für mich immer auch eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit.

Etwas ganz Ähnliches muss sich übrigens "Blacky Fuchberger" gedacht haben, der in der Fortsetzung des "WiXxers" mit sichtlichem Spaß eine Hauptrolle übernommen hat. Ebenso wie Judy Winter, die Spezialistin für undurchsichtige Charaktere.

Aber der Reihe nach. Zunächst war ich etwas enttäuscht. Nicht einmal 20 Leute fanden gestern den Weg in die Vorpremiere von "Neues vom WiXxer". Für einen Film, dessen Vorgänger fast 1,9 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt hat, war die Resonanz dürftig. Ob es daran lag, dass das heimische Kino kaum Werbung für die Vorpremieren investiert? Ein, zwei Sätze in der Presse würden wahrscheinlich genügen, um die Kinosäle zu füllen. Schade.

Mir gefällt "Neues vom WiXxer" besser als sein Vorgänger. Der Film ist sehr liebevoll gemacht mit einer hohen Gag- und Trefferquote. Manche Einfälle sind derart absurd, dass ich vor Überraschung vor Lachen laut herausgeplatzt bin. Daneben gibt es allerdings auch ein paar eher maue Gags, die nicht unterschlagen werden dürfen.

Meine absolute Lieblingsszene ist die Verfolgungsjagd von bastian Pastewka und dem WiXxer im Treppenlift – quasi in Zeitlupe. Da brachten 20 Zuschauer lachend das Kino zum Beben.

Wundervoll, einzigartig und geradezu genial sind die Karaoke-Auftritte von Christoph Maria Herbst als Alfons Hatler. War Hatler in Teil 1 noch Butler, leitet er nun als Arzt eine Irrenanstalt, in der nicht alles mit richtigen Dingen zugeht.

Verblüffend und irritierend zugleich wirkt der Einfall, den Film mit einer Werbeunterbrechung der besonderen Art zu versehen.

Christian Tramitz hat seine stärkste Szene als kämpfender Tanzsportler. Oder muss es tanzender Kampfsportler heißen? Die Szene ist zwar offensichtlich gedoubelt, aber für ein herzhaftes Lachen gut.

Sehr gelungen auch der Einfall, im Film zwischen Schwarz-Weiß und Bunt abzuwechseln.

Es ist ausgesprochen schwierig, einen Film zu beschreiben, der eigentlich nur aus aneinandergereihten Gags besteht. Zwar liegt dem Film eine straffe Dramaturgie zu Grunde. Jedoch ist die Handlung als solche ziemlich nebensächlich. Darunter hat vor allem Christiane Paul zu leiden, die zwar ausgesprochen hübsch anzusehen ist, sich aber offensichtlich nicht wirklich zuhause fühlt.

Selbstverständlich darf ich das Ende des Films nicht verraten. Die Frage, wer denn der neue WiXxer ist, muss ich ebenfalls unbeantwortet lassen. Für mein Empfinden ist die Auflösung hanebüchen und unlogisch. Aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass "Neues vom WiXxer" ein Film ist, der Freude bereitet und uns zum Lachen bringt.

Wer mehr Informationen zum Film nachlesen möchte, der findet sie hier.


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