Lieben und Lassen

Gesehen und besprochen:
Eine Woche vor dem offiziellen Kinostart habe ich mir den Film gemeinsam mit meiner Tochter angesehen. Es war einer dieser Lady-Specials mit dem obligatorischen Glas Prosecco vorweg zwecks Stimmungsanhebung. Zu unserer Rechten saß ein munteres Damen-Trio mittleren Alters, dass ohne Unterlass redete, aber zum Glück für die Dauer des Films schwieg. Zu unserer Linken saß ein Mutter-Tochter-Gespann, das bis zum Beginn des Films schwieg – aber dann während des Films ständig Rufe ausstieß wie "O mein Gott!" oder "O wie süß" oder "Uh, wie schrecklich!". Ziemlich nervig, da die beiden ihre Ausrufe über die Distanz von 112 Filmminuten beharrlich durchhielten.
Lieben und Lassen eröffnet mit einer sehr traurigen Sequenz. Am Vortag der Hochzeit verunglückt der Bräutigam tödlich. Die mehrstöckige Hochzeitstorte bleibt unangeschnitten im Kühlschrank stehen. Selbstverständlich gehören von Beginn an der trauernden braut alle Sympathien. Gebannt verfolgen wir die weiteren Enthüllungen. Der Bräutigam war nicht so gut und moralisch makellos, wie die Braut angenommen hatte. Sie muss erst bittere Tränen weinen, bevor sie ein neues Glück findet.
Der Film ist aber auch lustig. Dies liegt vor allem an den rührend tolpatschigen Freunden des Verstorbenen, die für so manchen Lacher sorgen.
Die sich anbahnenden Liebesgeschichten entwickeln sich zügig und nicht immer ganz logisch. Bei den sympathischen Schauspielern sieht man darüber aber gerne hinweg, zumal der Film keine hemmenden Längen beinhaltet.
Nach dem Film sind meine Tochter und ich mit dem guten Gefühl nach Hause gegangen, kurzweilige Unterhaltung erlebt zu haben.
Aber ich möchte hier nicht verhehlen, dass wir auch kritische Stimmen gehört haben: " Aus dem Stoff hätte man mehr machen können" oder "Hast du die dicken Lippen von Jennifer Garner gesehen? Glaubst du, die sind echt?"
Mein persönliches Fazit: Lieben und Lassen ist ein echter Frauenfilm zum Mitseufzen und Mitlachen. Spätestens, wenn er auf DVD herausgegeben wird, sollte er zu einem gemütlichen Abend auf der Couch verleiten!
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Originaltitel: Catch & Release
Regie und Buch: Susannah Grant
Darsteller: Jennifer Garner, Timothy Olyphant, Kevin Smith, Sam Jaeger, Juliette Lewis, Joshua Friesen, Fiona Shaw, Tina Lifford
Kinostart Deutschland: 26.4.2007
Der Inhalt:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Verlobten Grady versucht Gray (JENNIFER GARNER) ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Seine alten Freunde sind ihr dabei eine große Hilfe und schaffen es tatsächlich, Gray etwas aufzumuntern.
Allen voran der unbeschwerte und witzige Sam (KEVIN SMITH), der "über"-verantwortungsbewusste Dennis (SAM JAEGER) und – merkwürdigerweise – sogar Gradys ältester Kumpel aus Kindertagen, Fritz (TIMOTHY OLYPHANT), ein notorischer Playboy und Frauenheld, den Gray einst als einen der unzuverlässigsten Menschen der Welt bezeichnet hat.
Als immer mehr verborgene Geheimnisse ihres scheinbar perfekten Verlobten ans Licht kommen, entdeckt Gray ganz neue Seiten an dem Mann, den sie zu kennen glaubte, und fühlt sich gleichzeitig immer mehr zu dem einzigen Mann hingezogen, in den sie sich nie verlieben wollte.
Susannah Grant ("Erin Brockovich") schrieb das Drehbuch und führte auch Regie bei dieser zu Herzen gehenden romantischen Komödie mitten aus dem Leben. An der Seite von Jennifer Garner ("30 über Nacht") spielen Timothy Olyphant ("Dreamcatcher"), Juliette Lewis ("Starsky & Hutch") und Kevin Smith ("Daredevil").
(Text Inhalt: Sony)
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