Leroy – ein Jugendfilm zum Thema Rassismus

Die bisherigen Kritiken zum Film reichen von sehr ambitioniert bis "eher misslungen". Das Thema "Rassismus unter Jugendlichen" verdient allerdings allemal Beachtung und ist einen Kinobesuch wert.
Der Film "Leroy" erzählt die Geschichte eines farbigen Jugendlichen mitten in Berlin. Seine erste Liebe ist Eva, eins der hübschesten Mädchen in der Schule – und sie ist weiß. Leroy könnte der glücklichste Mensch der Welt sein – wenn da nicht Evas Brüder wären, die den neuen Freund ihrer Schwester zutiefst ablehnen…
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Regie: Armin Völckers
Darsteller: Alain Morell, Anna Hausburg, Constantin von Jascheroff, Arnel Taci, Paul Maaß, Günther Kaufmann, Eva Mannschott, afrob, Julius Jellinek, Andreas Schulz, Raphael Wildt
Der Inhalt (Text: X-Verleih):
Leroy ist 17 Jahre, deutsch – und schwarz. Auf dem Kopf hat er einen großen Afro. Statt Hip-Hop zu hören, spielt er lieber Cello und hängt mit seinen Kumpels, dem Halbgriechen Dimi und dem Palästinenser Achmed, ab. Und alle haben eine Freundin, nur Leroy nicht. Als sich ausgerechnet die süße Eva auf dem Schulhof in ihn verguckt, ist niemand überraschter und beglückter als Leroy selbst.
Doch das erste Verliebtsein entpuppt sich als ganz schön kompliziert. Evas Familie ist so rechts, dass sie selbst ihre Wellensittiche nach Hitlers Generälen benannt hat. Ihre fünf glatzköpfigen Brüder wollen sich den schwarzen Freund der Schwester natürlich lieber heute als morgen vorknöpfen. Doch so einfach gibt Leroy nicht auf. Er trommelt seine Leute zusammen, kämpft um seine Liebe und lässt auf seine ganz eigene Art die Black-Power-Bewegung wieder aufleben, getreu dem Motto: "Werdet funky statt fascho!"
Armin Völckers Komödie LEROY schickt ihren coolen jungen Helden auf den Spuren des lässigen Blaxploitation-Kinos der Siebziger durch den Großstadtdschungel Berlins, das Abenteuer der ersten Liebe und die Gefahren des Andersseins. LEROY ist dabei nicht nur politisch herrlich unkorrekt und nimmt kein verschämtes Blatt vor den Mund, sondern hat auch einiges Wichtiges zu sagen. Die Produktion von Oliver Stoltz ("Lost Children", "Knockin' on Heaven's Door") zeigt, dass man von Rassismus und Gewalt auch frech und frei von moralinem Ballast erzählen kann. LEROY macht jede Menge Spaß und begegnet Intoleranz und brauner Dummheit mit hemmungslos schwarzem Humor. Den richtigen Beat bekommt Leroys Reise mit eigens für den Film produzierten Songs afro-/deutscher Hip-Hop-Stars wie Afrob, Curse, Harris, Clueso und zum Soundtrack beigesteuerten Songs von Seeed und Jan Delay.
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