Jürgen Vogel: Die Welle

März 10, 2008 · Posted in Spielfilme 

Es gab eine Zeit, in der gehörte Morton Rhues Roman "Die Welle" zur Pflichtlektüre an nahezu jeder Schule. Lange vorbei? Ich weiß es nicht aber zumindest wurde das Thema Nationalsozialismus in der letzten Zeit für meinen Geschmack eher fragwürdig behandelt.

Nachdem das NS-Kriegsschiff Gustloff im ZDF untergegangen ist und sich selbst Helge Schneider am ach so lustigen Hitler abarbeiten durfte, besteht nun wieder die Chance auf eine erhellende Bearbeitung des Stoffs. Die Rede ist von "Die Welle" mit dem ohnehin meistens großartigen Jürgen Vogel in der Hauptrolle.

Dieser hat dem Spiegel ein Interview gegeben und bringt Aussagen wie:

weder Bildung noch Stand noch Geld schützen davor, in eine solche Diktatur reinzurutschen. Du und ich sind genauso gefährdet wie jeder andere Mensch auch.

oder auch

Du wirst subtil verführt: Im Vordergrund steht der Gemeinschaftsgeist. Den braucht jede Gruppe, die etwas erreichen will – Greenpeace, die FDP-Jugend, die Pfadfinder oder die Globalisierungsgegner, die in Heiligendamm waren. Es geht darum, gemeinsame Werte und Ideale zu haben, zusammen zu feiern, etwas zu unternehmen. Es geht um das Gefühl, gemeinsam für etwas zu sein – und gegen etwas. Plötzlich gibt es keine Cliquen mehr, keine außenseiter, keine Chefs. Alle verschmelzen zur "Welle".

Ein wirklich spannendes Gespräch, das die Vorfreude auf den Film nur noch steigert. Hier nun auch der Trailer, gefunden auf YouTube:

Kinostart ist am kommenden Donnerstag.


Comments

2 Responses to “Jürgen Vogel: Die Welle”

  1. Thomas on März 15th, 2008 11:40

    Ein bekanntes Phänomen: Stecke einen Dummkopf in eine Uniform und er fühlt sich wie ein General.

  2. Gamer PC Owner on Dezember 15th, 2008 19:05

    bin mit gewissen Skepsis in den Film gegangen aber schlußendlich war ich mehr als geschockt. Wie schon Vogel sagt: Jeder hätte in solch eine Diktatur rutschen können. Ich auch.

    Auch schauspielerisch geniale Leistung.

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