Filmkritik: Spiel der Macht

Gesehen und besprochen:
Tolle Schauspieler, ambitionierte Regie- und Kameraleistung – und doch kein Film, der begeistert. Ich spreche von "Das Spiel der Macht".
Sean Penn, Jude Law, Kate Winslet, anthony hopkins, die Liste der Darsteller liest sich wirklich beeindruckend. Trotzdem bleibt das ganz große Filmerlebnis aus. Woran liegt es?
Der Film berührt nicht, lässt merkwürdig kalt. Zwar ist die Geschichte des charismatischen Südstaatenpolitikers Boss "Willie Stark" – bravourös: Sean Penn – ausgesprochen interessant. Der Lebenslauf des Protagonisten ist mit Höhen und Tiefen gepflastert. Das Ende ist dramatisch.
Doch wir erleben seine Geschichte nicht im (on) mit. Stattdessen kommentiert der Journalist Jack Burden (Jude Law) das Leben des Politikers. Und wie Burden gleich zu Beginn sehr zutreffend verrät: Das, was er am besten kann, ist sich rauszuhalten.
Ein Politiker, dessen Leben episodenhaft und mit großen, nicht näher erklärten Zeitsprüngen erzählt wird. Ein Journalist, dessen eigene Gefühle erzählt statt gezeigt werden und der sich wiederum raushält.
Kein Wunder, dass auch der Zuschauer "neben" der Geschichte bleibt. Perspektivfehler nennt man das.
Spannend hingegen ist auf der DVD die Dokumentation über das Leben des "echten" Südstaatenvorbildes.
Auf einer fiktiven Skala von 1 – 6 erhält der Film von mir eine satte 4 plus.
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Regie: Steven Zaillian
Darsteller: Sean Penn, Jude Law, Kate Winslet, James Gandolfini, Mark Ruffalo, Patricia Clarkson, Anthony Hopkins, Kathy Baker, Talia Balsam
Der Inhalt:
Der charismatische Südstaatenpolitiker "Boss" Willie Stark (SEAN PENN) hat es weit gebracht. Unaufhörlich steigt der populäre Demagoge die Karriereleiter immer weiter hinauf und tritt mehr und mehr ins Rampenlicht. Der einst nicht minder idealistische, nun aber verbitterte Ex-Reporter Jack Burden (JUDE LAW) ist Stark dabei unfreiwillig eine große Hilfe auf seinem steilen Weg nach oben.
Doch dort "oben" herrschen Korruption und Verrat, ist kein Platz für Idealismus. Das muss Willie Stark am eigenen Leib erfahren. Zunehmend verliert er seine anfängliche Unschuld und wird genauso korrupt wie all diejenigen, die er zuvor so vehement verfolgt hat. Nach seinem spektakulären Aufstieg erlebt der Politiker einen tiefen Fall. Absolute Macht korrumpiert absolut – eine Erkenntnis, die bald zur bitteren Wahrheit für Willie wird …
Steven Zaillian (Drehbuch-Oscar für "Schindlers Liste") schrieb basierend auf Robert Penn Warrens Pulitzer-Preis-gekröntem Meisterwerk von 1946 das Drehbuch zu ALL THE KING'S MEN und führte auch Regie.
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