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Filmkritik: Schwere Jungs

abgelegt im Archiv Filmkritik , Komödie , Spielfilme am 28.07.07

Filmkritik: Schwere Jungs
Gesehen und besprochen:

Seine vielgelobte Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" hat mich nicht restlos überzeugt. Mit "Schwere Jungs" hingegen hat Marcus Rosenmüller mich als Fan gewonnen.

"Schwere Jungs" ist eine bayrische Komödie um zwei verfeindete Rennbob-Mannschaften, die gegeneinander bei den Olympischen Spielen 1952 in Oslo/Norwegen antreten. Ich betone das kleine Wörtchen "bairisch" besonders, weil es immer mal wieder Passagen gibt, die "ein Preiß" kaum versteht. Aber ganz so schlimm wie bei "Wer früher..." ist es zum Glück nicht.

"Schwere Jungs" ist ein Familienfilm. Weil er eine schöne Moral hat: Für ein großes Ziel lohnt es sich, den eigenen Stolz zu überwinden.

"Schwere Jungs" ist ein Männerfilm. Weil grantelnde Mannsbilder auch mal nach Herzenslust raufen und fluchen können.

"Schwere Jungs" ist aber auch ein Frauenfilm. Weil die grantelnden Mannsbilder nämlich vereinzelt gar nicht mal so übel aussehen. Und weil gegen Ende des Films die wirklich großen Emotionen überzeugen.

"Schwere Jungs" ist ein Familienfilm zum Lachen und ein heißer DVD-Tipp für sommerliche Regenabende.

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Regie: Marcus H. Rosenmüller

Darsteller: Sebastian Bezzel, Michael A. Grimm, Simon Schwarz, Antoine Monot Jr., Nicholas Ofczarek, Daniel Zillmann, Liane Forestieri, bastian pastewka

Der Inhalt:

Garmisch-Partenkirchen 1952. Mei, Bobfahren kann er, der Gamser, aber Bobs bauen ... Dennoch trainieren Gamser (SEBASTIAN BEZZEL) und seine Freunde Franzl (MICHAEL A. GRIMM), Gustl (ANTOINE MONOT Jr.) und Leusl Peter (SIMON SCHWARZ) unverdrossen und auf wackligen Kufen für den ganz großen Augenblick. Denn die olympischen Winterspiele von Oslo stehen vor der Tür und damit Gamsers heiß ersehnte Chance: Endlich kann er Dorfler (NICHOLAS OFCZAREK), dem amtierenden Bobweltmeister und Erzrivalen seit Kindertagen, beweisen, dass er der Bessere ist.

Für die Ehefrauen der beiden, Gamsers schwangere Frau Rosi (LIANE FORESTIERI) und Dorflers frischgebackene rheinische Gattin Anna (RIKE SCHMID) keine einfache Situation: Sie versuchen zwischen den beiden Streithähnen zu schlichten. Zunächst ohne Erfolg, denn der Schreinermeister und der reiche Brauereibesitzer erweisen sich als äußerst stur und verbohrt.
Kaum in Oslo angekommen, werden die beiden rivalisierenden Teams von allerlei Widrigkeiten abgelenkt: Gewichtsprobleme, Linkskurven, mysteriöse Sexheftchen, die unwiderstehliche Eisprinzessin Johanna Mücke (DENISE ZICH) und nicht zuletzt die resolute Gerdi (LISA MARIA POTTHOFF).

Der stets um den guten Ruf bemühte Delegationsassistent Herr von Hase (BASTIAN PASTEWKA) hat alle Hände voll zu tun, um das Schlimmste zu verhindern. Doch mehr als einmal knallen ihm die Türen ins Gesicht.
Den größten Kampf aber müssen die beiden Teams mit sich selber ausfechten. Die acht bayerischen Schwergewichte sind gezwungen sich zwischen Feindschaft und Freundschaft zu entscheiden, wenn sie tatsächlich die heiß ersehnte Goldmedaille gewinnen wollen ...

Mit SCHWERE JUNGS ist Regisseur MARCUS H. ROSENMÜLLER eine mitreißende und schwungvolle Komödie rund um eine ungewöhnliche Freundschaft gelungen.


Permalink: Filmkritik: Schwere Jungs

Tags: Schwere+Jungs+Filmkritik 

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