Filmkritik: Schräger als Fiktion

Gesehen und besprochen:
Wozu ein bisschen Regenwetter doch gut ist – endlich darf man sich wieder vor den DVD-Rekorder aufs Sofa werfen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Weil frische Luft doch viel gesünder ist…
So ungesund kann "Schräger als Fiktion" jedoch nicht sein, denn die Lachmuskeln werden beim Anschauen auf Höchstform gebracht.
"Schräger als Fiktion" ist überraschend und genial im Plot. Die Hommage von Filmemachern an die Literatur. Folgerichtig lautet die schaurige Moral des Films: Für ein gutes Buch lohnt es sich sogar zu sterben.
Ob es nun tatsächlich dazu kommt, dass die Hauptfigur wie in einer richtigen Tragödie am Ende stirbt, dass seht ihr euch am besten selbst an. Schließlich möchte ich kein Spaßverderber sein.
Wer sich wie ich für Kino und Literatur gleichermaßen begeistern kann, wird an "Schräger als Fiktion" seinen hellen Spaß haben. Plot und Struktur des Films strotzen vor intelligenten Einfällen und ungewöhnlichen Ideen und Umsetzungen.
Die Spielfreude der Darsteller springt über und berührt. Allen voran die genialen Stars Dustin Hoffman und Emma Thompson. Hauptdarsteller Will Ferrell hat dagegen eine eher undankbare Rolle, weil er nonstop sauertöpfisch durch die Gegend schauen muss. Aber auch er spielt grandios.
Was sagt der aktuelle Wetterbericht? "Schräger als Fiktion" ist mein DVD-Tipp für alle Kinofans, die gerne lesen.
PS: Sehr witzig ist auch das DVD-Bonus-Interview mit Emma Thompson als Schriftstellerin Karen Eiffel.
-
Regie: Marc Forster
Darsteller: Will Ferrell, Maggie Gyllenhaal, Dustin Hoffman, Queen Latifah, Emma Thompson, Tony Hale, Kristin Chenoweth, Denise Hughes, Eli Goodman
Der Inhalt (Text: Sony)
Zehn Jahre arbeitet die einst gefeierte Schriftstellerin Karen Eiffel (EMMA THOMPSON) bereits an ihrem neuesten Meisterwerk, das endlich kurz vor der Vollendung steht. Eine letzte Herausforderung gilt es zu bewältigen: Sie muss den perfekten Tod für ihren Helden Harold Crick (WILL FERRELL) finden.
Sie kann nicht wissen, dass es diesen Harold aus unerklärlichen Gründen in der wahren Welt wirklich gibt und er sich bester Gesundheit erfreut, auch wenn es sich bei ihm um einen zwanghaften Steuerbeamten handelt, der sein Leben als eine einzige Routine lebt. Bis in seinem Kopf eines Tages unvermittelt die Erzählstimme von Karen auftaucht und ihn wissen lässt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Verzweifelt setzt Harold alles daran, das Ende seiner Geschichte zu ändern …
Unter der Regie von Marc Forster ("Monster's Ball", "Wenn Träume fliegen lernen") glänzt Will Ferrell ("The Producers", "Ricky bobby – König der Rennfahrer") als widerwillig ferngesteuerter Mann in einer komödiantischen Paraderolle vom Feinsten. An seiner Seite agieren Maggie Gyllenhaal ("World Trade Center", "Mona Lisas Lächeln"), OSCAR-Preisträger Dustin Hoffman ("Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders", "Wag the Dog – Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt"), Queen Latifah ("Chicago", "Noch einmal Ferien") und OSCAR-Preisträgerin Emma Thompson ("Tatsächlich … Liebe", "Eine zauberhafte Nanny") in dieser wunderbar absurden und skurrilen Ensemble-Komödie der Extra-Klasse.
Comments
Leave a Reply
