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Filmkritik: Krass
abgelegt im Archiv Drama , DVD , Filmkritik , Komödie , Spielfilme von Marte Cormann am 03.08.07
Filmkritik: Krass

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Gesehen und besprochen:

"Krass" ist eine Komödie der schrägen Art. Seltsam skrurile Typen tappen durch die Szenerie. Der einzig Normale scheint die Hauptperson "Augusten" zu sein. Ein 15jähriger Junge aus zerrüttetem Elternhaus. Von seiner Mutter wird er in der Familie ihres Psychiaters untergebracht. Einer Familie, in der so ziemlich jeder seinen ausgewachsenen Spleen hat und in der das Aufwärmen eines Fertiggerichtes einen Liebesbeweis darstellt.

Wer denkt sich so eine Story aus?, habe ich mich irgendwann gefragt. Seitdem ich weiß, dass es sich um eine wahre autobiografische Geschichte handelt, erfüllt mich der Film mit Beklemmung.

Der Autor Augusten Burroughs schrieb seine Kindheitserfahrungen in Romanform auf. Zunächst war er gegen die Verfilmung seiner Geschichte. Doch er ließ sich von Ryan Murphy, Regisseur und Drehbuchautor, überreden. Die DVD enthält ein eindrucksvolles Interview mit dem Autor.

Die Darsteller sind großartig. Allen voran Annette Bening als Mutter Deidra. Jill Clayburg (Die entheiratete Frau) ist als Agnes kaum wiederzuerkennen. Extrem schräg gibt Gwyneth Paltrow die älteste Tochter und "Katzenfreundin". Und Joseph Fiennes, den ich zuletzt als "Luther" bewundert habe, ist kaum wiederzuerkennen.

Ich warne ausdrücklich: "Krass" ist schräg, schwarzhumorig und beklemmend zugleich.

Empfehlenswert!
-
Regie: Ryan Murphy
Darsteller: Annette Bening, Joseph Cross, Gwyneth Paltrow, Jill Clayburgh, Brian Cox, Joseph Fiennes, Evan Rachel Wood, alec baldwin, Vanessa Redgrave

Der Inhalt (Text: Sony):

1971: Der sechsjährige Reinlichkeitsfanatiker und scharfe Beobachter Augusten (Joseph Cross) ist gefangen zwischen seinen problembelasteten Elternteilen. Auf der einen Seite seine Mutter Deirdre (Annette Bening), eine unveröffentlichte Poetin, instabil, konfessionell und der Wahnvorstellung verfallen, wahnsinnig berühmt zu sein; auf der anderen Seite sein Vater Norman (Alec Baldwin), ein alkoholkranker Mathematik-Professor, der vor langer Zeit aufgegeben hat, das Rätsel um die Probleme seiner Frau oder das frühreife Verhalten seines Sohnes zu lösen.

Als die Burroughs-Ehe in die Brüche geht, entschließt sich Deirdre zu einer Therapie bei dem exzentrischen Dr. Finch (Brian Cox), einem höchst unkonventionellen Psychiater, der die Familie unter seine Fittiche nimmt. Aber als Dr. Finch darin scheitert, die Burroughs-Ehe zu retten, nimmt Augustens Leben eine noch absurdere Wendung. Während Deirdre in ein Motel zieht, um ihre Valium-Therapie fortzusetzen, wird Augusten zu den Finches geschickt - in eine Art "Brady-Bunch-auf-Drogen-Welt", in der Hundefutter gegessen wird, Beruhigungsmittel wie Süßigkeiten konsumiert werden und große Prophezeiungen aus dem Badezimmer kommen.

Zur Finch-Familie gehören des Weiteren: die neurotische Mrs. Finch (Jill Clayburgh), die bibeltreue Tochter Hope (Gwyneth Paltrow), Tochter Natalie (Evan Rachel Wood) - die Disko-Rebellin -, und Neil Bookman (Joseph Fiennes), Finchs verstörter, 35-jähriger Adoptivsohn, der in einem Schuppen hinter dem Haus lebt. Als Augusten ungewollt Teil der Familie wird, steigt er in eine Art surreale Kindheits-Hölle hinab. Aber trotz aller Horror-Momente findet er auch Zuversicht, Spaß am Verrückten und sogar Liebe unter den Trümmern und verliert nie sich selbst und seine Widerstandsfähigkeit.

KRASS ist gleichzeitig schwarze Komödie und berührendes menschliches Drama. Ryan Murphy, der für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet, inszenierte seine Interpretation von Augusten Burroughs persönlichen Erinnerungen. Der hochkarätige Cast wird angeführt von der dreifach Oscar-nominierten Annette Bening ("American Beauty"), Alec Baldwin ("The Aviator"), Brian Cox ("Die Bourne Verschwörung"), Joseph Fiennes ("Der Kaufmann von Venedig"), Oscar-Gewinnerin Gwyneth Paltrow ("Shakespeare in Love") sowie Nachwuchsstar Joseph Cross in der Rolle von Augusten Burroughs, der eine alptraumhafte Kindheit überlebt und seinen Sinn für Humor und die Fähigkeit zu verzeihen nie verloren hat.



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Tags: KrassFilmkritik  Annette+Benning 
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