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Filmkritik: Ein Freund von mir

abgelegt im Archiv DVD , Filmkritik , Komödie , Spielfilme am 20.08.07

Filmkritik: Ein Freund von mir
Gesehen und besprochen:

Der Kinostart von "Ein Freund von mir" liegt bereits ein Jahr zurück. Die DVD ist seit April auf dem Markt. Seit fast einem Jahr steht der Film bei mir auf der Liste - und jetzt endlich bin ich dazu gekommen, mir wenigstens die DVD anzusehen.

Eins vorab: Dieser Film ist leise. So leise, dass man beim Ansehen unentwegt an der Fernbedienung herumfummelt, um den Ton lauter zu stellen. Was naturgemäß nicht immer etwas nützt - denn da gibt es keine Töne.

Vor allem am Anfang sitzt daniel brühl als Karl einfach nur so herum und starrt vor sich hin. Während seine Kollegen Karls frisch erworbene Auszeichnung, den Bogenschützen, feiern. "Sie laufen hier herum, als ob Sie nicht dazu gehören", wirft sein Chef ihm vor. Der Auftrag, einen Tag lang in einem Autoüberführungsgeschäft zu arbeiten, soll Karl provozieren und Gegenwehr auslösen. Doch Karl geht hin und macht den Job. Wie sich bald herausstellt, findet er auf diese Weise nicht nur einen echten Freund, sondern auch seine große Liebe. Übrigens wird der Karl ganz großartig gespielt von Daniel Brühl.

"Ein Freund von mir" wird von den beiden Hauptfiguren geprägt. Daniel Brühl als der introvertierte Karl und Jürgen Vogel als der extrovertierte Hans. "Bist du glücklich, Hans?", fragt der grüblerische Karl. "Aber klar, und wie", kommt es postwendend und breit grinsend zurück. Jürgen Vogel spielt den Karl mit einer unbändigen Vitalität und Lebenslust.

"Ein Freund von mir" erzählt eine ungewöhnliche Männerfreundschaft voller Ideen, die eigentlich nur "Männern in die Köpfe kommen können": z.B Wettlaufen gegen ein Auto und Nacktfahren im Porsche.

"Ein Freund von mir" ist eine Geschichte mit Widerhaken. Mein erster Gedanke nach dem Ende des Films war: "Ganz nett, aber..." Doch 24 Stunden später merke ich, dass diese verrückte Männerfreundschaft mich immer noch beschäftigt - was auch an dem 60minütigen, sehr informativem "Makeing-of" auf der DVD liegt.

Kein lauter Kracher, aber gerade deshalb sehr lohnenswert!

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Regie: Sebastian Schipper
Darsteller: Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Sabine Timoteo, Jan Ole Gerster, Peter Kurth, Michael Wittenborn, Oktay Inanc Özdemir, Steffen Grot

Der Inhalt (Text: X-Verleih):

"So lange ich denken kann, habe ich alles richtig gemacht." Das sagt Karl (Daniel Brühl), ein junger Mathematiker, der als Nachwuchs-Führungskraft in einer großen Versicherung arbeitet. Dass etwas fehlt in seinem Leben, entdeckt er erst durch die Begegnung mit Hans (Jürgen Vogel), der ihn in existenzielle Dinge einweiht: In die Magie des Nacktporschefahrens zum Beispiel, oder in die Kunst, wahre Königinnen wie Stelle (Sabine Timoteo) unter Tausenden zu erkennen.

EIN FREUND VON MIR ist die Geschichte zweier Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ein Film über die Angst vor dem eigenen Mut, die Verrücktheit von Freundschaft und das Aushalten der Liebe. Sebastian Schipper, der mit ABSOLUTE GIGANTEN (1999) sein vielbeachtetes Leinwanddebüt gab, versammelt in seinem zweiten Film mit Daniel Brühl, Jürgen Vogel und der Newcomerin Sabine Timoteo ein hochkarätiges Ensemble.


Permalink: Filmkritik: Ein Freund von mir

Tags: Ein+Freund+von+mir  Daniel+Brühl 

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