Filmkritik: Die Liebe in mir

August 17, 2007 · Posted in Drama, Filmkritik, Spielfilme 
Filmkritik: Die Liebe in mir

Gesehen und besprochen:

adam sandler? Wenn ich ehrlich bin, hat mich sein Name noch nie ins Kino gelockt. Die Filme, in denen er bislang mitgespielt hat, liefen für mich in der Rubrik "Ganz nett, aber muss man sich nicht unbedingt im (teuren) Kino ansehen. Auf DVD langt's auch."

Die Liebe in mir" ist anders. Bei dieser Geschichte hat mich bereits der Trailer derart berührt, dass ich mir den Film gestern sogar im englischsprachigen Original mit Untertitel ansah.

Charlie Fineman (Adam Sandler) hat bei den Terroranschlägen des 11. Septemer 2001 seine Frau, drei Töchter und den Pudel verloren. Er hat ihren Tod nie verarbeitet, sondern nur tief in seinem Herzen weggeschlossen. Niemand darf in seiner Gegenwart auf das schreckliche Unglück zu sprechen kommen. Sogar seinen damaligen besten Freund hat er aus seinem Gedächtnis gestrichen – weil dieser seine Frau und die Kinder kannte. Seinen Schwiegereltern geht er seither aus dem Weg. Seinen Beruf als Zahnarzt hat er aufgegeben. Fineman lebt allein in der ehemaligen Familienwohnung. Seit dem Unglück hat er schon sechzehnmal die Küche renoviert – was einen tieferen Sinn hat. Ansonsten sitzt er tagein, tagaus vor einem riesigen Bildschirm und spielt Spiele. Oder er kauft Schallplatten, weil diese so gut riechen. Oder er fährt auf einem Kinderroller mit Motor durch New York.

Irgendwann wird er dabei von Alan Johnson, seinem ehemaligen Studienkollegen, entdeckt. Sehr zaghaft erfinden die beiden Männer ihre Freundschaft neu – und helfen sich dadurch gegenseitig.

Adam Sandler und Don Cheadle spielen überzeugend und großartig. Regisseur Mike Binder ist selbst in einer Nebenrolle zu sehen. Donald Sutherland brilliert in einer winzig kleinen Rolle als Richter.

Die Liebe in mir ist eine tief bewegende Geschichte über Liebe, Freundschaft und die Fähigkeit zur Kommunikation. Mit vielen komischen Momenten, die sich wie von selbst aus der sensiblen Zeichnung der Charaktere ergeben. Der Film lädt zum Weinen ein, aber auch zum Lachen.

Und das Wichtigste: Er bleibt im Gedächtnis haften.
Absolut empfehlenswert für Frauen und Männer, die gute Geschichten lieben.
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Regie: Mike Binder
Darsteller: Adam Sandler, Don Cheadle, Jada Pinkett Smith, Liv Tyler, Safforn Burrows, Cicely Tyson, Robert Klein, Melinda Dillon, Mike Binder, Ted Raimi

Der Inhalt (Text:Sony):

Im College waren sie Zimmergenossen und unzertrennliche Kumpels, doch dann verloren sie sich jahrelang aus den Augen. Als Zahnarzt Alan Johnson (Don Cheadle) seinen einstmals besten Freund Charlie Fineman (Adam Sandler) zufällig an einer Straßenecke in Manhattan wiedertrifft, traut er seinen Augen nicht: Fünf Jahre sind vergangen, seitdem Charlie, einst selbst ein renommierter Zahnarzt, seine Familie am 11. September 2001 verloren hat – und seither ist es ihm unmöglich, den Weg wieder zurück ins Leben zurückzufinden. Einst stets gut gelaunt und positiv eingestellt, lebt der gebrochene Mann nunmehr in seiner eigenen Welt.

Aber auch Alan hat sein Päckchen zu tragen: Obwohl er eigentlich ein perfektes Leben mit schöner Frau, hinreißenden Kindern und Erfolg im Beruf führt, fühlt er sich von der Last der Verantwortung überfordert. Schnell stellen Charlie und Alan fest, dass beide an diesem entscheidenden Moment ihres Lebens vor allem eines brauchen: einen Freund, an dem sie sich aufrichten können.

Komödienstar Adam Sandler in seiner bewegendsten und emotionalsten Rolle. In dem Drama von Mike Binder ("An deiner Schulter") läuft der Star von Blockbustern wie "50 Erste Dates", "Die Wutprobe" und "Klick" an der Seite des Oscar-nominierten Vollblutschauspielers Don Cheadle ("Hotel Ruanda", "L.A. Crash") zu großer Form auf. Unterstützt werden sie in diesem bewegenden Film über Verlust, Trauer, Verantwortung, Freundschaft und die wirklich wichtigen Dinge im Leben von einem großartigen Ensemble, darunter Liv Tyler, Jada Pinkett Smith, Saffron Burrows und Donald Sutherland.


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