kino

Eine unbequeme Wahrheit

abgelegt im Archiv Dokumentarfilm am 23.01.07

Eine unbequeme Wahrheit
Foto: Paramount Pictures

Oscar-Nominierung Bester Dokumentarfilm - bald auf DVD

Vorhin habe ich ein Interview mit Florian Henckel von Donnersmarck gelesen, in dem er zur Oscar-Nominierung seines Films "Das Leben der Anderen" Stellung nimmt. Unter anderem machte er das erfrischende Eingeständnis, dass er keinen der übrigen Kandidaten für den besten ausländischen Film bislang gesehen hat.

Das beruhigt mich schon sehr. Denn auch ich habe Wissenslücken bei mir entdeckt. Vor allem in der Kategorie "Dokumentarfilm". Dank Internet weiß ich nun wenigstens über den Film "Eine unbequeme Wahrheit" wesentlich mehr. Mein neu erworbenes Wissen teile ich natürlich gerne mit euch ;-):

Quelle: openpr.de
Einstürzende Gletscherwände, tropische Stürme, das überschwemmte New Orleans. Es braucht leider drastische Bilder, um Aufmerksamkeit zu erregen für die ungeheuren Gefahren der globalen Erwärmung. Niemand weiß das besser als der frühere US-Vizepräsident al gore.
Regisseur Davis Guggenheim hat aus Gores multimedialer Kampfansage gegen die Klimakatastrophe einen aufrüttelnden Dokumentarfilm gemacht, der als Top-Favorit bei der Oscar-Verleihung am 25. Februar 2007 ins Rennen gehen wird.

Paramount Pictures veröffentlicht "Eine unbequeme Wahrheit" am 29. März auf DVD mit ausführlichem Bonusmaterial.

Inhalt:
"Ich war mal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten": Mit diesem Lacher stellt sich Al Gore seinem Publikum vor. Ein effektiver Kunstgriff, denn der lockere Einstieg in seinen allgemeinverständlichen Vortragsfilm schafft erst das notwendige Aufmerksamkeitsklima für eine hochkomplexe Materie. Gore weiß, wie man Menschen für sich einnimmt. Mit einem tiefen Atemzug - "Ah ja, das hatte ich ganz vergessen" - quittiert er zu Beginn die idyllischen Aufnahmen eines Flüsschens in der Landschaft seiner Jugend. Aber ohne große Überleitung geht es zur Sache. Weil es die jüngsten klimatischen Umweltkatastrophen sind, die "Eine unbequeme Wahrheit" so wichtig machen - zuletzt der Hurrikan Katrina, der im August 2005 die Südküste der USA verwüstete.

Al Gore zeigt, dass solche Ereignisse nicht vom Himmel fallen, sondern von Menschen gemacht sind. Seine leidenschaftliche Performance für einen besseren Umgang mit der Welt ist eine originelle Mischung aus Humor, Cartoons und überzeugenden wissen- schaftlichen Daten, mit denen der versierte Rhetoriker vor den dramatischen Folgen der globalen Erwärmung warnt: Die Menschheit sitzt auf einer Zeitbombe!

Regisseur Davis Guggenheim ("Numbers", "Deadwood") macht in der Rolle des Dokumentarfilmers das einzig Richtige und stellt sich ganz in den Dienst der Person und Sache Al Gores. Er nimmt sehr souverän die Kurve von den Effekten zu den Fakten.

Hintergrund:
Al Gore setzte sich erstmals mit dem Treibhauseffekt und dessen klimatischen Konsequenzen auseinander, als er vor fast 40 Jahren an einem Kurs bei Professor Roger Revelle an der Harvard University teilnahm. Revelle war der erste Wissenschaftler, der Kohlendioxyd-Messungen in der Atmosphäre vorgenommen und geradezu prophetisch die Folgen der Erderwärmung vorausgesagt hat. Als Gore 10 Jahre später in den Kongress gewählt wurde, organisierte er Anhörungen zu diesem Thema, sprich: Er holte Wissenschaftler und Politiker an einen Tisch. Al Gore ist dennoch bis heute zutiefst davon überzeugt, dass die Argumente die Gesetzgeber zu Handlungen veranlassen werden; auch wenn dieser Vorgang langsam fortschreitet. Gore ist zudem Autor des weltweiten Öko-Bestsellers "Weg zum Gleichgewicht. Ein Marshallplan für die Erde" (1992).

Cast:
Der am 31. März 1948 in Washington D.C. geborene Al Gore ist Mitglied der Demokraten. Von 1984 bis 1993 war er Senator des Bundesstaates Tennessee, vom 20. Januar 1993 bis zum 20. Januar 2001 Vizepräsident unter Bill Clinton. Am 2. November 2000 verlor Al Gore die US-Präsidentschaftswahl gegen George W. Bush aufgrund des komplizierten amerikanischen Wahlsystems, obwohl er insgesamt rund 250.000 Stimmen mehr hatte als sein republikanischer Gegenkandidat.

Technische Daten:
Genre: Dokumentarfilm
FSK: keine Altersbeschränkung
Land/Jahr: USA 2006
Laufzeit: ca. 93 Min.
Ton: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1.78:1 Anamorphic Widescreen
Sprachen: Englisch, Deutsch
Untertitel: Englisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Schwedisch, Türkisch

Special Features:
- Das Making of von "Eine unbequeme Wahrheit"
- "I Need to Wake Up" Musik-Video von Melissa Etheridge Kommentar von Regisseur Davis Guggenheim
- Kommentar von den Produzenten Laurie David, Lawrence Bender, Scott Z., Burns und Lesley Chilcott

Link:
www.paramount.de



Permalink: Eine unbequeme Wahrheit

Tags: Al+Gore  Umwelt 

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