Die große Stille

Februar 6, 2007 · Posted in Dokumentarfilm 

Foto: Die große Stille – Homepage

Der Dokumentarfilm Die große Stille von Philip Gröning kommt am 28. Februar auch in den USA in die Kinos. Dies berichtet heute die Westdeutsche Zeitung auf Grund einer Pressemmeldung der Filmstiftung NRW. Die Filmstiftung hat den Film finanziell unterstützt.

In Deutschland hat Die große Stille mehr als 176.000 Zuschauer in die Kinos gelockt. Regisseur Philip Gröning hat für seine Arbeit den Europäischen Filmpreis erhalten. Der Film ist auf über 40 Filmfestivals zu sehen.

Der Film dokumentiert das andächtige und meditative Klosterleben der Karthäusermönche.
In den ersten zwanzig Minuten dieses Films fällt kein Wort, und als endlich doch Stimmen zu vernehmen sind, ist es das sonore Gemurmel der betenden Mönche.

In dem Film, der über 160 Minuten dauert, geht es um das Sehen und um das Hören, um die Konzentration auf ein Leben, das weitestgehend ohne Sprache als Mittel zwischenmenschlicher Verständigung auskommt. Kommunikation findet in den Klostermauern dennoch statt, eben nur in anderer Form: etwa im inneren Dialog mit Gott, in der Andacht, oder mit kleinen, Hand geschriebenen Zetteln, auf denen man dem anderen kleine Nachrichten übermittelt.

Philip Gröning hat in der Grande Chartreuse mitten in den französischen Alpen, zwischen Grenoble und Chambéry, gedreht, dem berühmten Mutterkloster der Karthäuser. In diesem Orden herrscht kein absolutes Schweigegelübde, aber es soll möglichst wenig gesprochen werden; es geht hier um eine Sphäre des Alleinseins, der Respekt gebührt. Gröning selbst hat fast sechs Monate im Kloster gelebt, hat sich dem strengen Tagesablauf der Mönche angepasst. Sein Film ist in kompletter Eigenregie entstanden, er zeichnet verantwortlich für Kamera, Ton und am Ende auch für den Schnitt – ein mutiges Ein-Mann-Unternehmen.

Übrigens: Von der Idee bis zur Realisierung des Films hat es mehr als 20 Jahre gedauert!


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