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Die Berlinale - Sektion Panorama

abgelegt im Archiv Festivals/Preise , Film-Know-how am 11.02.07

Die Berlinale - Sektion Panorama
Foto: Die berlinale

Vorhin habe ich ein wenig auf der Website der Berlinale gestöbert. Dabei bin ich auf einen Film mit dem deutschen Schauspieler Daniel Brühl gestoßen, der in der Programmsektion Panorama läuft, also nicht im Wettberwerb um die berühmten Bären steht.

Sektion Panorama? Ein Grenzgebiet mit schöner Aussicht?

Dies oder Ähnliches haben sich die "Macher" der Berlinale bei der Namensgebung vielleicht tatsächlich gedacht. Laut offizieller Definition werden "...im Programm des Panorama ... neue Filme renommierter Regisseure und Regisseurinnen neben Debütfilmen und spannenden Neu-Entdeckungen präsentiert. Die Filmauswahl versteht sich als ein Ausblick auf die Tendenzen des Arthouse-Kinos und versucht eine Brücke zu schlagen zwischen künstlerischen Visionen und kommerziellen Interessen."

Ferner heißt es auf der Berlinale-Homepage: "Das Panorama nutzt die Chance, einem kritischen und leidenschaftlichen Großstadtpublikum Filme vorzustellen, die in einem rein kommerziellen oder weniger aufgeschlossenen Rahmen unterzugehen drohen. Dass damit auch die Filmeinkäufer mehr Mut fassen, sich an Filme mit kontroversen Inhalten oder ungewohnter Ästhetik heranzutrauen, ist ein beabsichtigter Effekt und zum Markenzeichen der Sektion geworden.

Nun ja, die Verlautbarung drückt es verbrämt kompliziert aus. Man könnte auch sagen: Im Panorama werden Filme gezeigt, die liebevoll und engagiert realisiert worden sind, aber wenig Aussichten auf den großen Publikumserfolg besitzen. Entsprechend sind hohe Einnahmen nicht zu erwarten.

Alle Filme, die während der Berlinale im Panorama gezeigt werden, laufen entweder als Weltpremieren oder Europapremieren. Nach den Vorführungen stehen Regisseure, Produzenten und Darsteller bereit, um sich mit dem Publikum über die Filme auszutauschen.

Für Filme, die im Panorama-Programm starten, gibt es zwar keine Bären, wohl aber andere renommierte Auszeichnungen:

- der "Teddy Award", der schwul-lesbische Filmpreis, der seinen Anfang im Panorama nahm

- der Manfred Salzgeber-Preis, der 1999 erstmals vergeben wurde und an den Gründer und Gestalter der Sektion erinnert. Seit 2006 wird dieser Preis von Holland Subtitling, Babelfisch Translations und Digital Cinema Services gestiftet. Ausgezeichnet wird Spiel- oder Dokumentarfilm, der die Grenzen des Kinos erweitert.

Auch die FIPRESCI-Jury vergibt einen ihrer Preise im Panorama, und nicht zuletzt wird auch der einzige Publikumspreis der Berlinale im Panorama verliehen.

Der Name FIPRESCI steht übrigens für "Fédération Internationale de la Presse Cinématographique", dem internationalen Verband der Filmkritik. Die Jury-Mitglieder sichten Filme aus dem Programm des Wettbewerbs und in den Sektionen Panorama und Forum.
Pro Sektion wird ein Preis für den besten Film vergeben.

Die drei FIPRESCI Jurys der Berlinale 2007 setzen sich zusammen aus:
Phillip Bergson, Heike Hurst, Jerzy Plazewski (Wettbewerb);
José Carlos Avellar, Jürgen Kiontke, Dinko Tucakovic (Panorama);
Salome Kikaleishvili, Dana Linssen, Rüdiger Suchsland (Forum)


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Tags: Berlinale  Panorama  FIPRESCI  Jury 

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