A Single Man – wenn Modedesigner Filme machen

April 8, 2010 · Posted in Filmkritik 

Ich mag langsame Filme. Filme, die die Spannung aus sich selbst heraus bilden können, ohne dabei auf allzu große Action und Special Effects setzen zu müssen. Und wenn – wie bei der letzten Berlinale – Architekten, etwas zum Thema Film erzählen, warum sollen dann nicht auch Modedesigner gute Filme machen können.

Und so hat sich Tom Ford an den Film "A Single Man" gewagt, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christopher Isherwood (im deutschen: Der Einzelgänger). Gutes Design sollte sich ja dadurch auszeichnen, dass man nichts mehr weglassen kann, dass alles, was vorhanden ist, eine Bestimmung hat. Bei "A Single Man" spürt man, dass Tom Ford ein Designer ist. Da sitzt jedes Detail. Manche Kritiken werfen dem Film vor, langweilig zu sein. Ich halte ihn für wunderbar durchkomponiert. Das passt.

Mehr zum Thema:
Schöner trauern – Kritik bei Cineman
Das Filmdebut des Modedesigners Tom Ford


Comments

One Response to “A Single Man – wenn Modedesigner Filme machen”

  1. ChristiansFoyer on April 9th, 2010 11:10

    Sicher ‘ne Überraschung, dass Ford so eine überwiegend doch mit Lob überhäufte Regiearbeit abgeliefert hat. Mich freut’s für Julianne Moore, die nach teils zweifelhafter Rollenauswahl in den letzten Jahren 2010 mal wieder einige Highlights setzt

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